Italien geht 1949 mit einer starken Mannschaft an den Start mit Bartali dem
Sieger aus dem Vorjahr und dem diesjährigen Gewinner des Giro d´Italia
Fausto Coppi hat man sich viel vorgenommen. Vor der Tour werden
Vereinbarungen über den Ablauf und Unterstützung während der Tour
getroffen.Bartali war nach seinem Sieg bei der Tour 1948 der Held von
Italien er war gefeiert worden, wie kein anderer vor ihm. In dieser Tour war
alles möglich bis zur 21. Etappe hatten sich 18 verschiedene Fahrer in die
Etappensieger Liste eingetragen, das hat es bei keiner Tour in den Vorjahren
gegeben.
Etappen Streckenführung:
1. Paris - Reims ...
2. Reims - Brüssel ...
3. Brüssel - Boulogne sur Mer ...
4. Boulogne sur Mer - Rouen ...
5. Rouen - Saint Malo ...
6. Saint Malo - Les Sables d'Olonne ...
7. Les Sables d'Olonne - La Rochelle ( Einzelzeitfahren ) ...
8. La Rochelle - Bordeaux ...
9. Bordeaux - San Sebastian ...
10. San Sebastian - Pau ...
11. Pau - Luchon ...
12. Luchon - Toulouse ...
13. Toulouse - Nîmes ...
14. Nîmes - Marseille ...
15. Marseille - Cannes ...
16. Cannes - Briançon ...
17. Briançon - Aosta ...
18. Aosta - Lausanne ...
19. Lausanne - Colmar ...
20. Colmar - Nancy ( Einzelzeitfahren ) ...
21. Nancy - Paris ...
Nach der 15. Etappe glaubten alle, das Bartali aus Italien wieder der Sieger
in der Gesamtwertung werden wird , Bartali kann das Gelbe Trikot aber nur in
der 16. Etappe tragen danach wird es ihm von seinem Manschaftskameraden
Fausto Coppi abgekommen. In dieser 16. Etappe war das größte Duell zwischen
Bartali und Coppi ausgetragen worden, bis die Kraft des jüngeren Coppi in den
Bergen ausschlaggebend für einen Sieg in der Gesamtwertung dieser Tour de
France wurde. Coppi war der gefeierte Sieger im Princenparkstadion von
Paris.
Alfredo Binda

Bei der Verpflegungseinnahme auf der fünften Etappe stürzte Fausto Coppi und sein
Vorderrad zerbrach. Coppi musste viele Minuten auf den Materialwagen von seinem
Teamchef Alfredo Binda warten. Coppi war verärgert, er wollte das Rennen nicht mehr
aufnehmen - trotz des schnellen Radwechsels durch Binda. Nur durch Zureden von
Alfred Binda und das warten einiger Helfer nahm Coppi das Rennen wieder auf.
Durch die Hilfe einiger Mannschaftskameraden konnte Coppi den Abstand beim
Zieleinlauf in Saint Malo gegenüber den im Gelben Trikot fahrenden Franzosen
Jaques Marinelli in Grenzen halten. Teamchef Alfredo Binda war ein
erfolgreicher Berufsradfahrer in den Jahren 1925 bis 1937.
Er war Straßenweltmeister 1927, 1930 und 1932 sowie Sieger der achten
(Pau) und neunten Etappe (Luchon) der Tour de France 1930,
sowie Gewinner "Rund um Köln" 1928 und vieler andere große Rennen.
| Fahrer | Platz | Land |
|---|---|---|
| Fausto Coppi | Italien | |
| Gino Bartali | Italien | |
| Jacques Marinelli | Frankreich | |
| Jean Robic | Frankreich | |
| Marcel Dupont | Belgien |